Integrationsförderung in der Arbeitswelt: Anerkennung der beruflichen Qualifikationen von Migranten

Pressemeldung vom 19. April 2018, Allgemein

Ein Baustein der deutschen Wirtschaft ist die fundierte berufliche Ausbildung der Fachkräfte. Gesellen- oder Meisterbriefe zeigen nicht nur die beruflichen Kenntnisse eines Mitarbeiters, sondern ist auch Voraussetzung, um als Fachkraft zu arbeiten oder einen eigenen Betrieb zu eröffnen. Die Vätergruppe des „Runden Teppichs“ in Horn-Bad Meinberg befasste sich nun mit der Arbeitsmarktsituation und den Möglichkeiten für Migranten eine Arbeit oder Ausbildung aufzunehmen. Auch die Anerkennung ausländischer Ausbildungen und Qualifikationen war ein wichtiges Thema des Treffens. Eingeladen wurden dafür verschiedene Experten vom Ausländeramt sowie vom Netzwerk Lippe.

Ilka Wächter, Leiterin des Ausländeramts des Kreises Lippe, informierte über den Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt aus Sicht ihrer Behörde. „Grundsätzlich dürfen Drittstaatenangehörige nur dann eine Beschäftigung ausüben, wenn ihr Aufenthaltstitel sie dazu berechtigt“, so ihre eindeutige Aussage dazu. Im Rahmen einer Ermessensprüfung könne darüber hinaus der jeweilige Einzelfall geprüft werden, so Wächter weiter. „Eine ungeklärte Identität, begangene Straftaten oder geringe deutsche Sprachkenntnisse sprechen unter anderem aber gegen die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis.“

Um dem Arbeitsmarkt gerecht werden zu können, müssten Arbeitsuchende ihre Qualifikationen und Kenntnisse immer weiter ausbauen. Das gelte für jeden Arbeitsuchenden, egal welcher Herkunft, verdeutlichten Zeycan Yesilkaya und Jenny Kaczmarczyk von „IQ“ (Integration durch Qualifizierung) des Netzwerks Lippe. Das Förderprogramm „IQ“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab und wird von Ministerien und Behörden gefördert.

„Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um seinen im Ausland erlernten Beruf in Deutschland anerkennen zu lassen, erfahren Interessierte direkt beim Ausländeramt, der Bundesagentur für Arbeit oder dem Netzwerk Lippe sowie der Vätergruppe in Horn“, erklärt Margit Monika Hahn, die Initiatorin der „Runden Teppiche“ in Lippe. Es sei die Aufgabe des Kommunalen Integrationszentrums und damit der „Runden Teppiche“, die gesellschaftliche Partizipation in Lippe voran zu bringen, dafür bedarf es der engagierten Mitarbeit der Väter und Großväter, so Hahns Überzeugung. „Eine gelungene Sozialisation der Kinder ist ohne die Väter und Großväter nicht möglich“. Diese Gruppe zeige mit ihrer Arbeit, dass die Integration und Sozialisation von den Mitgliedern gewollt werde.

Quelle Malin Stuckmann


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