Klimafreundlich unterwegs mit dem Elektrorad Tipps für Sicherheit und Fahrspaß

Pressemeldung vom 16. April 2018, Detmold

Der Markt für Elektrofahrräder floriert. Fast jedes fünfte verkaufte Rad in
Deutschland hat mittlerweile einen Unterstützungsmotor. Der eingebaute
Rückenwind bringt einige Vorteile: Längere Strecken und Steigungen
können entspannter bewältigt und Leistungseinschränkungen besser
ausgeglichen werden. „Wer das Elektrofahrrad regelmäßig nutzt und
dafür das Auto stehen lässt, leistet zudem einen Beitrag zum
Klimaschutz“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Zwar werden auch
bei der Produktion eines Elektrofahrrads und bei der Erzeugung des
Ladestroms Treibhausgase verursacht, jedoch sind diese pro Kilometer
14-mal geringer als bei einem Pkw. Jetzt im Frühling rollen im Handel
neue E-Rad-Modelle auf die Kunden zu. Für die aufwändigere Technik
müssen Käufer allerdings tiefer in die Tasche greifen. Je nach
Ausstattung können einige tausend Euro zusammenkommen. Damit
Sicherheit und Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben, liefert das Projekt
MehrWert NRW der Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps:
Pedelec und E-Bike: Am weitesten verbreitet sind sogenannte
Pedelecs, bei denen Radler mittreten müssen. Die Elektro-
Unterstützung endet bei einer Geschwindigkeit von 25
Stundenkilometern (km/h). Umgangssprachlich ist häufig vom E-Bike
die Rede, wenn eigentlich Pedelecs (Kurzwort für Pedal Electric
Cycle) gemeint sind. Verkehrsrechtlich sind Pedelecs Fahrräder: Es
gibt keine Führerschein-, Helm- und Versicherungspflicht. Radwege
dürfen benutzt werden. S-Pedelecs (schnelle Pedelecs), die erst bei
45 Stundenkilometern abschalten, und E-Bikes, die auch ohne
Treten fahren, gelten hingegen als Kleinkrafträder.
Motor: Den höchsten Fahrkomfort und Stabilität bietet ein
Mittelmotor, dessen Kraft über die Kette auf das Hinterrad
übertragen wird. Preiswertere Elektrorad-Modelle haben häufig
einen Nabenmotor am Vorderrad. Nachteil: Das Vorderrad kann
leicht durchdrehen oder wegrutschen. Beim Heckantrieb sitzt der
Elektromotor in der Hinterradnabe. Er wird vor allem für sportliche
Räder genutzt.
Akku: Der Akku ist ein wesentlicher Kostenfaktor beim Elektrorad.
Auf Reichweitenangaben ist jedoch wenig Verlass. Denn letztlich
hängt es von vielen Faktoren ab, wie lang der Akku hält – etwa dem
Gelände, der gewählten Unterstützung beim Treten und dem Gewicht von
Fahrer und Ladung. Eine bessere Orientierung bietet
die Speicherkapazität. Sie wird in Wattstunden (Wh) angegeben.
Typische Kapazitäten für Pedelec-Akkus bewegen sich zwischen
300 und 500 Wattstunden. Viele Räder schaffen damit in der Praxis
zirka 60 Kilometer. Vor dem Kauf sollte man unbedingt prüfen, ob
ein Ersatz-Akku erhältlich und wie teuer dieser ist.
Sicherheit: Das höhere Gewicht und der Antrieb durch den
Elektromotor sorgen für ein anderes Fahrgefühl. Das schnellere
Tempo birgt zudem ein höheres Unfallrisiko. Besonders wichtig sind
daher vorausschauendes Fahren und gute Bremsen.
Scheibenbremsen sind durch ihre hohe Bremsleistung und eine
hohe Haltbarkeit besonders bei schwerer Beladung oder bei ELastenrädern
eine gute Wahl, während Felgenbremsen (V-Brakes)
durch einen günstigeren Preis und ein geringes Gewicht punkten.
Prüfzeichen: Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) garantiert eine
hohe Produktsicherheit, die von einer unabhängigen Stelle geprüft
wird. Diese Kennzeichnung ist bei Pedelecs aber noch nicht sehr
verbreitet. Das CE-Zeichen, mit dem der Hersteller die Einhaltung
aller EU-Richtlinien bestätigt, ist für Elektrofahrräder Pflicht. Ohne
dieses Zeichen dürfen die Zweiräder nicht verkauft werden.
Sicherheitstechnische Anforderungen für Elektrofahrräder sind seit
2017 in der DIN EN 15194 festgelegt. Kunden sollten auf die
Kennzeichnung des Rahmens beziehungsweise einer begleitenden
Dokumentation mit DIN EN 15194:2017 achten.
Test und Beratung: Eine gute Orientierung zu Handhabbarkeit,
Sicherheit und Haltbarkeit verschiedener Elektrorad-Modelle bieten
Tests, zum Beispiel der Stiftung Warentest. Auch der Allgemeine
Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat Verbraucherinformationen zu
Pedelecs und E-Bikes zusammengetragen – online einsehbar unter
www.adfc.de/pedelecs. Tipp: Bei lokalen Fahrrad-Aktionstagen
werden oftmals kostenlose Test-Touren angeboten. Gespräche mit
anderen E-Radlern und eine Beratung im Fachhandel helfen
ebenfalls, das passende Modell zu finden. Vor dem Kauf empfiehlt
sich ausgiebiges Probefahren – auch mal ohne Motorunterstützung.

Weitere Informationen und Erfahrungsberichte hat das Projekt MehrWert
NRW der Verbraucherzentrale NRW online zusammengestellt unter
www.mehrwert.nrw/elektrorad.

Quelle i.A. Frauke Heise-Dippel


teilen

Lippeportal
Denkmalstr. 11
32760 Detmold
+49(0)5231-92707-0


Alle Produkt-, Firmennamen und Logos sind Marken- und Warenzeichen der jeweiligen Unternehmen.
© 2017 Teutrine |