Kooperation: Bevölkerungsschutz und KVG Lippe gehen bei Rettungsbussen gemeinsame Wege

Pressemeldung vom 23. April 2018, Allgemein

Feuerwehren in Ballungsräumen verfügen oftmals über eigene Rettungs-Busse, die im Notfall größere Personengruppen evakuieren und beherbergen können. Um diesen Schutz auch den Menschen in Lippe bieten zu können, rüstet die KVG Lippe nun gemeinsam mit dem Bevölkerungsschutz Lippe einen Linienbus mit Blaulicht und Martinshorn aus. Insgesamt drei Busse der KVG werden mit einem speziellen Design auf den Bevölkerungsschutz und seine Notfallnummer 112 hinweisen.

„Der Bevölkerungsschutz, der in Lippe von haupt- und ehrenamtlichem Engagement getragen wird, bekommt so nicht nur ein zusätzliches Einsatzmittel, sondern durch die tägliche Präsenz von drei gestalteten Linienbussen auch mehr Aufmerksamkeit.“, freut sich Landrat Dr. Axel Lehmann.

Meinolf Haase, Leiter des Bevölkerungsschutz Lippe: „Wir vom Bevölkerungsschutz Lippe können ein solches Fahrzeug nicht alleine betreiben, deshalb wollten wir das Projekt mit einem Partner realisieren.“ Mit der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe wurde das Konzept – einen neuen Linienbus entsprechend auszustatten – konkretisiert. Nach einem Besuch bei einem befreundeten Verkehrsbetrieb in Siegen, der seit Jahren erfolgreich einen Rettungs-Bus betreibt, war für die Lipper klar, hier ebenfalls gemeinsame Wege zu gehen.

„Leider dürfen wir das Blaulicht nicht einsetzen, um Verspätung aufzuholen“, meint Achim Oberwöhrmeier, Geschäftsführer der KVG Lippe mbH, scherzhaft. „Aber wir können zeigen, wie leistungsfähig und flexibel der Busverkehr tatsächlich ist und wollen damit auch zur Daseinsvorsorge beitragen.“ Insgesamt werden drei Fahrzeuge gestaltet, davon wird ein Bus mit einer vollständigen Blaulichtanlage ausgestattet. Die Busfahrer werden hierfür entsprechend geschult.

Alle drei Busse sind täglich im regulären Linienverkehr unterwegs, im Ernstfall kann das Fahrzeug mit Blaulicht kurzfristig angefordert werden und wird dann im Linienverkehr durch ein anderes Fahrzeug ersetzt. Insbesondere bei Wohnhausbränden, wenn Bewohner evakuiert werden müssen, können diese in den entsprechenden Rettungsbussen an einem trockenen und warmen Platz vorübergehend untergebracht werden.

Quelle Sarah Laukamp


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