Mädchenmesse und Jungenmesse am 05. Juli

Pressemeldung vom 22. Juni 2017, Detmold

Detmold. Wer die typische Berufswahl von Mädchen und Jungen, aber auch die Aufgabenteilung im Haushalt verändern will, muss sprichwörtlich dicke Bretter bohren.
Mädchen können genauso eine Bohrmaschine bedienen und Jungen am Bügelbrett stehen wie das andere Geschlecht. Das demonstrieren hier anschaulich die stellvertretende Bürgermeisterin Christ-Dore Richter und der Bürgermeister Rainer Heller. Sie weisen damit plakativ auf das Motto der Mädchenmesse und Jungenmesse hin: „typisch“ kann jede(r)!?

Hintergrund ist, dass soziale oder erzieherische Berufe für Jungen immer noch als uncool gelten und Mädchen handwerkliche oder technische Berufsausbildungen meiden, obwohl Jungen in sozialen Berufen gefragt sind und Mädchen im technischen Bereich gute Chancen haben. Dabei muss jeder für sich ganz individuell herausfinden, was für ihn oder sie persönlich der Traumberuf ist – und das ganz unabhängig von „typisch weiblich“ oder „typisch männlichen“ Berufen. Die Mädchenmesse und Jungenmesse unterstützt die Jugendlichen bei der Jobfindung am Mittwoch, 05. Juli – nicht nur durch Information, sondern auch durch praktisches Ausprobieren, entdecken und erfahren.

Die Mädchenmesse findet von 09:00 bis 13:30 Uhr in der Stadthalle Detmold statt.
Betriebe stellen hier handwerkliche, technische und naturwissenschaftliche Berufe vor. Die Mädchen können sich informieren, aber auch vieles ausprobieren: Sei es einen Schlüsselanhänger aus Holz herzustellen oder Drähte in einem Schaltkasten miteinander zu verdrahten – die Mädchen sind eingeladen, ganz praktisch in unterschiedliche Berufe hineinzuschnuppern. Sie sollen so motiviert werden, andere Berufe, eben auch untypische „Mädchenberufe“ in ihre Berufswahl einzubeziehen.

Zeitgleich findet die Jungenmesse im Hangar 21 statt.
Die Jungen lernen Berufe in der Altenpflege, im Erziehungsbereich, in der Verwaltung und im Dienstleistungsbereich kennen. Auch hier heißt es: Ausprobieren steht im Vordergrund, zum Beispiel beim Bügel-Test oder die Versorgung einer Simulationspuppe. Wie die Mädchen sollen auch die Jungen dazu angeregt werden, ihr Berufswahlspektrum zu erweitern und sich über Berufe zu informieren, die nicht „typisch männlich“ sind.

Infostände beispielsweise zum Styling für das Vorstellungsgespräch, die Familien- und Lebensplanung oder zur persönlichen Zukunft runden das Angebot der Mädchenmesse und der Jungenmesse ab. Zu den Messen sind jeweils rund 450 Schülerinnen und Schüler angemeldet, sodass sie ausgebucht sind. Organisiert werden die Messen von der Gleichstellungsstelle und dem Jugendamt der Stadt Detmold, FAIR – Frau und Arbeit in der Region und der Agentur für Arbeit Detmold. Für die Durchführung ist das Netzwerk Lippe verantwortlich. Beide Messen werden ermöglicht durch die Förderung der Agentur für Arbeit.

Fragen zu beiden Messen beantwortet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Detmold Regina Homeyer unter Tel. 05231/977-284 oder ihre Stellvertreterin Gudrun Niemz-Molck unter Tel. 05231/977-282.


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