Mathe für kleine Asse

Pressemeldung vom 12. Oktober 2017, Allgemein

Präsentiert Möglichkeiten zur Förderung von mathematisch begabtem Nachwuchs: Dr. Nina Berlinger.

SINUS-Lippe fördert begabte Grundschulkinder

Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division gehören zum Lehrplan jedes Viertklässlers. Schüler, die regelmäßig Matheaufgaben üben, lernen mit der Zeit, wie die Grundrechenarten funktionieren. Im täglichen Unterricht ist es für Lehrkräfte jedoch schwer zu erkennen, welches Kind logische Zusammenhänge wirklich versteht und ein Talent dafür hat, selbst komplexe Aufgaben zu lösen.

Das Projekt SINUS-Lippe, dessen Ziel es ist, Kinder für Mathe und Naturwissenschaften zu begeistern, wollte auf dieses Thema hinweisen. Daher drehte sich die erste Veranstaltung im aktuellen Schuljahr um Möglichkeiten, talentierte Grundschulkinder im Matheunterricht noch weiter voranzubringen. „Im letzten SINUS-Jahr lag der Schwerpunkt bei der individuellen Förderung auf den lernschwachen Kindern. In diesem Jahr möchten wir die Grundschullehrer bei ihrer Arbeit mit besonders begabten Kindern unterstützen“, erklärte Beate Wehmeyer, SINUS-Lippe-Projektkoordinatorin vom Bildungsbüro Kreis Lippe.

Tipps und Anregungen, wie dies im Schulalltag umgesetzt werden kann, gab Referentin Dr. Nina Berlinger vom Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik der Universität Münster den teilnehmenden Grundschullehrkräften: Kleine Matheasse können beispielsweise durch spezielle Aufgaben früh entdeckt und gefördert werden. Dr. Nina Berlinger betonte, dass bei der Erkennung von begabten Kindern besondere Kriterien gelten: „Eine mathematische Begabung ist nicht mit Intelligenz gleichzusetzen. Grundschüler, die hochintelligent sind, können Probleme im Matheunterricht haben und umgekehrt können Matheasse Schwierigkeiten beim Lernen in anderen Fächern haben.“ Besonders beim Einsatz offener Aufgaben, die von allen Kindern gleichzeitig, aber mit unterschiedlicher Komplexität bearbeitet werden können, zeigen sich besondere Begabungen. Solche offenen Aufgaben lassen sich von der Kita bis zur Sekundarstufe I immer wieder im regulären Mathematikunterricht einsetzen.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung reflektierten die Teilnehmer ebenfalls das vergangene Schuljahr und warfen einen Blick auf das kommende Jahresprogramm. Zudem erhielten die 20 SINUS-Bildungseinrichtungen erstmalig Zertifikate für den Innen – und Außenbereich ihrer Schule, so dass auch nach außen demonstriert werden kann, dass an der „Steigerung der Effektivität des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“, kurz SINUS, gearbeitet wird.

Quelle: Kreis Lippe


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