Pressemitteilung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Pressemeldung vom 16. April 2018, Lemgo

Katharina Thehos, Copyright: Hochschule OWL

Damit bei Lebensmitteln der Name Programm ist

Warum enthält Leberkäse keine Leber und darf Rindswurst auch Schweinefleisch enthalten?
Bezeichnungen von Lebensmitteln wecken unterschiedliche Erwartungen. Diese so genannten
Verkehrsauffassungen und die daraus abgeleiteten und festgeschriebenen Leitsätze für Lebensmittel
waren das Thema der 14. Lemgoer Lebensmittelrechtstagung Fleisch + Feinkost. Anlässlich der
Tagung wurde auch der Internationale LAFF-Award an den Studenten Dennis Wiehenkamp
verliehen.
Wenn in der Lebensmittelbranche ein neues Produkt auf den Markt kommt, entstehen bei Verbrauchern,
Herstellern, Lebensmittelkontrolleuren, Händlern und auch in der Wissenschaft mit der Zeit bestimmte
Vorstellungen, was sich hinter ihm verbirgt. Diese so genannte Verkehrsauffassung beschreibt das
Verständnis der Gesellschaft, was von dem Produkt zu erwarten ist. Aus ihr leitet eine Kommission beim
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Leitsätze ab, die im „Deutschen Lebensmittelbuch“
gesammelt werden – damit ist beschrieben, welche Qualitätsanforderungen ein Produkt erfüllen muss, um
einen bestimmten Namen zu tragen. Diese Leitsätze standen im Mittelpunkt der 14. Lemgoer
Lebensmittelrechtstagung Fleisch + Feinkost, die am 9. April 2018 in der Lipperlandhalle in Lemgo
stattfand.
Über 200 Expertinnen und Experten waren der Einladung gefolgt und nahmen an der Veranstaltung des
Lemgoer Arbeitskreises Fleisch + Feinkost und des Instituts für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW)
der Hochschule OWL teil. In Vorträgen stellten die Referentinnen und Referenten den aktuellen Stand und
bestehende Kontroversen rund um Lebensmittelbezeichnungen vor. Dabei kamen die unterschiedlichen
Blickwinkel der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Rechtsberatung zum Tragen. Eine
Podiumsdiskussion mit Sachkennerinnen und -kennern des Fleisch- und Feinkostbereiches griff aktuelle
Fragen aus dem Lebensmittelrecht auf.
Internationaler LAFF-Award
Zum achten Mal wurde im Rahmen der Tagung der Internationale LAFF-Award verliehen. Er ging in
diesem Jahr an Dennis Wiehenkamp, Student der Lebensmitteltechnologie mit dem Schwerpunkt
Fleischtechnologie im Abschlusssemester. „Dennis Wiehenkamp ist einer der heutzutage relativ wenigen
Studierenden im Schwerpunkt Fleischtechnologie, die auch in diesem Metier aufgewachsen sind“, hob
Professor Ralf Lautenschläger vom ILT.NRW in seiner Laudatio hervor. Wiehenkamps Eltern – der Vater
Fleischermeister, die Mutter Fleischerei-Fachverkäuferin – führen eine Fleischerei, in der der Preisträger
nach dem Abitur in Spenge zunächst eine duale Ausbildung zum Fleischer absolviert hat. 2014 folgte die
Weiterbildung zum Fleischermeister an der 1. Bayerischen Fleischerschule in Landshut. „Da hat Herr
Wiehenkamp also schon einmal einen Blick über den nördlichen Tellerrand – man könnte auch sagen:

hinter den Weißwurst-Äquator – geworfen. Und er hat die Bayern so stark von sich überzeugt, dass ihm der
Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung verliehen wurde“, so der Laudator.
In seinem Studium an der Hochschule OWL zeichnet sich Dennis Wiehenkamp durch sehr gute
Prüfungsleistungen aus, die sowohl theoretische als auch anwendungsbezogene Kenntnisse bestätigen. Mit
der Auszeichnung ist die Teilnahme an einem einwöchigen Seminar im Ausland verbunden: Dennis
Wiehenkamp wird an der Veranstaltung „Sausage and processed meats short course“ an der USamerikanischen
Iowa State University teilnehmen.
Weitere Informationen zum Lemgoer Arbeitskreis Fleisch + Feinkost: www.laff-ev.de

Bildunterschrift:
2018_35_LAFF-Award: Dennis Wiehenkamp hat in diesem Jahr den Internationalen LAFF-Awarderhalten. Er studiert seit 2015 an der Hochschule OWL Lebensmitteltechnologie mit dem Schwerpunkt Fleischtechnologie.
Foto: Katharina Thehos, Copyright: Hochschule OWL

Text: Katharina Thehos


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